Im Gesamtprojekt AZUR werden neuartige Fasern mit wenigen Moden, mehreren Kernfasern, hochdichten Faserbündeln und Kombinationen daraus hergestellt. Mit diesen Fasern sollen beispielsweise die bei einem passiven optischen Netz im Teilnehmerzugangsbereich erforderlichen hohen Teilfaktoren mit weniger Zeitmultiplex und dafür massivem Raummultiplex erreicht werden.
Die Arbeiten am INT umfassen dabei zwei Aufgabenbereiche:
Entwicklung von Mode-MuX PICs
Es werden integrierte photonische Moden-Multiplexer mit Faser-Chip-Schnittstellen auf Basis der Silizium-auf-Isolator-Technologie (SOI) untersucht, entworfen und messtechnisch getestet. Die integrierten Strukturen werden an die von den Projektpartnern entwickelten Komponenten angepasst, in die Übertragungsexperimente integriert und im Systemaufbau getestet.
Systemdemonstrator und MIMO-DSP
Des Weiteren wirkt das INT am Aufbau und Betrieb der Systemdemonstratoren mit. Dazu wird zunächst ein vorhandenes Testbed umgebaut und angepasst, um die projektspezifischen Komponenten in Übertragungsexperimenten zu untersuchen und schließlich die Systemdemonstratoren betreiben zu können. Am INT werden die Übertragungseigenschaften von Einzelkomponenten und die der gesamten SDM-Übertragungsstrecken an diesem Messplatz untersucht. Ein wesentlicher Bestandteil der Übertragungsexperimente ist neben den Hardwarekomponenten die digitale Signalverarbeitung auf Empfängerseite, die mit Hilfe neuartiger MIMO-Entzerrer erfolgt. Diese arbeiten mit voll besetzten MIMO-Matrizen, welche für die Systeme mit Few-Mode-Mehrkern-Fasern angepasst werden und z.B. hinsichtlich erforderlicher Rechenleistung und Latenzzeit optimiert.
Weiterführende Informationen
- Projektseite des Projektträgers
SDM für hochparallele Anwendungen im Zugangsnetzwerk
Ansprechpartner
Louise Hoppe
M. Sc.Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lotte Nagy
M. Sc.Wissenschaftliche Mitarbeiterin